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Schulden abbauen

In Deutschland sind immer mehr Menschen verschuldet – kann man auch „heute“ an jeder Ecke kaufen und in 6 Wochen zahlen. Menschen, Firmen und auch die öffentliche Hand sind verschuldet. - Wenn der Schuldenstand so hoch ist, dass es kaum mehr Perspektiven gibt, dann sollte der erste Schritt immer die Schuldnerberatungsstelle sein. Sie erfahren, welche Folgen Ihre aktuelle Situation haben kann, aber auch, welche Möglichkeiten es für Sie gibt, um durch einen Schuldenabbau wieder einigermaßen auf die Beine zu kommen.

Zur Verschuldung führen sowohl soziale Umstände als auch Unerfahrenheit mit dem Kreditwesen sowie Konsumsucht. Auslöser Nummer eins für die private Verschuldung ist immer noch die Arbeitslosigkeit,  aber auch Krankheit, Trennung, kreditfinanzierte Güter können Verschuldung auslösen. Schnell verlieren viele Menschen den Überblick und geraten so in eine für sie anscheinend unüberschaubare Schuldenfalle.

Mit diesem Hinweis möchte ich Ihnen Wege aufzeigen, die Sie aus der Schuldenfalle herausführen in ein - schuldenfreies Leben – durch Schuldenabbau! Durch einen sukzessiven Schuldenabbau ist es möglich die Schuldenfalle binnen einer gewissen Zeit hinter sich zu lassen. Doch zunächst sollte man einige Dinge genau beachten, damit Sie Ihre Schulden wirklich vollständig und schnell abbauen können.

Wie beginne ich den Schuldenabbau?

Zunächst sollten Sie sich einen genauen Überblick über ihre finanzielle Notlage machen um den Schuldenabbau zu planen. Dazu erstellen Sie am besten eine Liste aller von Ihnen noch zu bezahlenden Verbindlichkeiten. Jeden noch so kleinen Betrag sollten Sie akribisch genau mit Datum der Fälligkeit auflisten. So erhalten Sie einen ersten, genauen Überblick über Ihre Schulden.

Mit dem zweiten Schritt befassen Sie sich mit den laufenden Kosten. Wo können Sie Kosten sparen? Suchen Sie hierzu Einsparungspotential. Ein Haushaltsbuch kann hier gute Dienste leisten vorausgesetzt, Sie - flunkern - nicht und führen alle Ausgaben genau auf. Alle aktuellen Rechnungen sollten Sie pünktlich zahlen um keine neuen, ungedeckten Schulden zu machen. Bei den aktuellen Rechnungen haben Miete und Strom absolute Priorität.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten Kosten einzusparen. Auch wenn es auf den ersten Blick kleine Beträge sind, sollten Sie diese Möglichkeiten nutzen und beibehalten. Mit den eingesparten Geldern können Sie so Ihre Schulden abbauen.

Verhandeln Sie mit den Gläubigern über Ratenzahlungen. Oft sind diese schon mit Kleinstraten (über 10 oder 15 € monatlich) einverstanden, wenn Sie nur den guten Willen erkennen. Auch wenn Sie nichts zahlen können, sollten Sie sich mit den Gläubigern in Verbindung setzen und Ihre Situation schildern. Das ist allemal besser, als weitere Schritte wie z.B. Sach- oder Kontopfändungen, zu riskieren.

Wo finde ich Einsparpotential?

Zeigen Sie selbst Initiative!
Ich möchte Ihnen nun ein paar Tips aufzeigen, womit Sie Geld einsparen können ohne sich selbst einschränken zu müssen. Sicherlich kennen Sie selbst schon einige davon – haben aber eventuell noch kein Gebrauch davon gemacht.

Gehen Sie niemals OHNE einen Einkaufszettel in die „Verbrauchermärkte“, denn spätestens Ausgang stellen Sie fest, was Ihnen diese Handlung gebracht hat. Schauen Sie bei welchem Markt Sie einkaufen gehen - hat man im Markt A eine Rechnung über 70 € zu zahlen - bekommt man die gleiche Ware im Markt B für ca. 15 € günstiger und mit einem Einkaufszettel können Sie sogar beim Einkauf ca. 25 € bis 35 € sparen. Auch sollten Sie, wenn möglich, nicht jeden Tag einkaufen gehen. Das spart auch wieder einige Euros ein.

Achtung! Nur Bares ist Wahres!  Ob Kreditkarte, Bankomatkarte, QuickPay oder Zahlung per Mobiltelefon – es gibt heutzutage immer mehr Möglichkeiten, ohne Bargeld einzukaufen. Allerdings gibt es dadurch auch immer mehr Möglichkeiten, den Überblick zu verlieren. Zudem ist die Hemmschwelle Geld auszugeben geringer, Plastikgeld wird oftmals nicht als „echtes“ Geld erlebt. Die Gefahr einer Kontoüberziehung ist sehr hoch. Also, besser Finger weg von der Plastikkarte!

  • Telefonieren Sie noch zu überteuerten Tarifen? Dann sollten Sie ganz schnell um satteln und die preisgünstigen Tarife wählen. Es gibt viele Anbieter die Ihnen die Möglichkeit bieten nach ihrem Telefonverhalten auch gute Preise zu erzielen die Ihnen wiederum erhebliche Einsparung bringen kann. Versuchen Sie es auch einmal mit Call-by-Call-Vorwahlen und sparen Sie dadurch erheblich an Anrufkosten. Auch ein Wechsel des Anbieters sollte überdacht werden. Nehme Sie hier mehrere Anbieter zur Beratung.
  • Überprüfen Sie auch einmal die Kosten ihres Gehaltskonto/Girokonto. Haben Sie bereits ein gebührenfreies Girokonto oder zahlen Sie noch regelmäßig mehrere Euro an Kontoführungsgebühren im Monat? Alleine hier lassen sich bis zu mehreren zig Euro- jährlich einsparen.
  • Sollten Sie Ihr Dispo überzogen haben, dann sprechen Sie mit Ihrem Banker und lassen Sie Ihren Dispositionskredit umwandeln in einen normalen Kredit. Die Gebühren dafür sind weit günstiger.
  • Eine gute Möglichkeit der Kostensenkung besteht auch in der Prüfung Ihrer Krankenversicherung. Hierbei können Sie teilweise mehrere hundert Euro im Jahr als Einsparung erzielen. Schon mit 1,5 % Ersparnis haben Sie bei 1.500,00 Brutto monatlich 270 EUR mehr Geld im Jahr zum Schuldenabbau.
  • Wo wir gerade bei Versicherung sind: Lassen sie Ihre Versicherungen (Lebensvers.-Hausrat- Haftpflicht- Autoversicherung etc.) genau durchleuchten. Hierbei können Sie auch jährlich mehrere hundert EUROS einsparen. Wichtig! Benötigen Sie überhaupt eine Kapitallebensversicherung oder tut es auch eine Risikolebens-versicherung für Sie? Vom Preis her sicherlich, und wenn Sie dazu noch Nichtraucher sind, werden Sie zusätzlich noch mit einem sogenannten Nichtrauchertarife belohnt. Wenn Sie Raucher sind, dann ist gerade jetzt die beste Gelegenheit mit dem rauchen aufzuhören. Sie trauen es sich nicht zu von heute auf morgen auf die Glimmstengel zu verzichten? Dann reduzieren Sie den Zigarettenverbrauch regelmäßig. Wie hoch Ihr finanzielles Einsparpotential ist, können Sie selbst am besten einschätzen.

Es gibt sicherlich noch viele andere Einsparungsmaßnahmen, aber zeigen Sie nur selbst Initiative!

Bezahlen Sie zuerst ihre kleinen Rechnungen, damit diese nicht untergehen. Außerdem verkleinert sich die Liste der offenen Verbindlichkeiten dadurch zumeist beträchtlich und man erlangt schneller wieder einen Überblick, was noch zu bezahlen ist. Führen Sie hierüber auch bitte Buch indem Sie hinter jedem bezahlten Posten das Datum, der Erledigung schreiben. Jede neue Rechnung notieren Sie sofort nach Erhalt auf Ihrer Liste. So behalten Sie immer den Überblick.

So treiben Sie nach und nach den Schuldenabbau konsequent voran und kommen so dem schuldenfreien Leben immer ein Stückchen näher!

Was ist beim Schuldenabbau noch zu beachten?

Wenn Sie Gefahr laufen mit einer Ratenzahlung in Verzug zu kommen, dann informieren Sie Ihren Gläubiger rechtzeitig darüber. Stecken Sie nicht den Kopf in den Sand, davon wird Ihre Situation nicht besser!

Haben Sie alle Ihre Sozialleistungen ausgeschöpft?

Diese Frage sollten Sie sich stellen. Sie sollten schauen, dass Sie alle möglichen Einnahmequellen wirklich vollends ausschöpfen. Jeder zusätzlich eingenommene Euro sollte sofort für den Schuldenabbau verwendet werden. Eine gute Einnahmequelle ist der Staat. Prüfen Sie daher, ob Sie alle Möglichkeiten - Geld vom Staat - zu beziehen schon ausgenutzt haben. Haben Sie vielleicht Anspruch auf Wohngeld, Kindergeldzuschüsse oder ähnliche Zuschüsse? Haben Sie bereits die Steuererklärung für das vergangene Jahr abgegeben? Eventuell haben Sie ja die Möglichkeit darüber vom Finanzamt einen größeren Geldbetrag zurück zu bekommen!?
Wenn Sie nicht wissen, was Ihnen alles zusteht, dann wenden Sie sich an einen Fachmann in Ihrer Nähe. Dort sollte man Ihnen helfen alle möglichen Mittel auszuschöpfen um an zustehende Zahlungen zu kommen.

Zum Schluss noch eins:
Der Schuldenabbau ist oft ein langer und mühsamer Weg, der von Ihnen und den Betroffenen viel Geduld, Ausdauer und Disziplin verlangt. Eine Lösung ist jedoch fast immer möglich. Wer es nicht allein schafft, der sollte sich nicht scheuen, HILFE in Anspruch zunehmen.

Sind die Schulden so hoch, dass eine Abzahlung aus eigener Kraft nicht möglich ist, ist auch der Schritt in die Privatinsolvenz zu erwägen.

Hierbei sind auch wir für Sie da und informieren Sie gerne!

Bei uns erwartet Sie kein Vorwurf, sondern wir werden mit Ihnen gemeinsam einen Weg zu Ihrem Neuanfang suchen. Wie über all, so müssen Sie auch bei uns Ihren Teil dazu beitragen, aber wir lassen Sie nicht allein und stehen Ihnen zur Seite

.... bei Ihrem ganz persönlichen Schuldenabbau. 

Alle Angaben ohne Gewähr. Keine Rechtsberatung! Autor: Karl Bernhard Vitovec


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